Schweden holte bei den Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina 18 Medaillen – 8 Gold, 6 Silber, 4 Bronze – und belegte Rang 7 im Medaillenspiegel. Die Curling-Frauen gewannen Olympia-Gold, doch das Land selbst richtete zum letzten Mal 1912 Spiele aus – die Sommerspiele in Stockholm. Warum das so ist und wo die nächsten Stationen liegen, zeigt dieser Artikel.

Goldmedaillen Schweden 2026: 8 ·
Gesamtmedaillen Schweden: 18 ·
Austragungsort 2026: Mailand-Cortina, Italien ·
Medaillenentscheidungen: 245

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob Schweden künftig eigene Winterspiel-Bewerbungen einreicht – keine offizielle Ankündigung
  • Wer die Winterspiele 2036 und 2038 ausrichtet – Verfahren offen
  • Ob sich die Schweiz für 2038 bewirbt – bislang unbestätigt
3Zeitleisten-Signal
  • 1912: Olympische Sommerspiele in Stockholm – bis heute keine Winterspiele im Land
  • 2019: IOC vergibt 2026 an Mailand-Cortina – Stockholms Bewerbung abgelehnt
  • Februar 2026: Spiele in Norditalien, Schweden gewinnt Gold im Curling der Frauen
4Wie es weitergeht
  • 2030: Französische Alpen als nächste Winterspiele geplant
  • 2034: Salt Lake City, USA
  • 2036 und 2038: noch offen – Interesse aus mehreren Ländern gemeldet

Sechs Fakten, ein Muster: Schweden liefert sportlich ab, bleibt aber ein Land ohne eigene Winterspiele.

Fakt Wert
Goldmedaillen Schweden 2026 8
Gesamtmedaillen Schweden 18
Austragungsort 2026 Mailand-Cortina, Italien
Bewerbung Stockholm 2026 Abgelehnt
Letzte Spiele in Schweden 1912 (Sommerspiele)
Nächste Winterspiele 2030 Französische Alpen
Medaillenentscheidungen 245 in 16 Sportarten

Wo genau sind die Olympischen Winterspiele 2026?

Die Winterspiele 2026 trugen den offiziellen Namen Milano Cortina 2026 und fanden vom 6. bis 22. Februar 2026 in Norditalien statt (Olympics.com – offizielle Olympia-Seite). Mailand und Cortina d’Ampezzo waren die beiden namensgebenden Hauptorte (Sportschau – ARD-Sportressort). Die Wettkämpfe verteilten sich auf mehrere Orte in Norditalien:

  • Mailand – Eröffnungsfeier im San-Siro-Stadion, Eissportwettbewerbe
  • Cortina d’Ampezzo – alpine Disziplinen in den Dolomiten
  • Bormio und Livigno – alpine und Freestyle-Wettbewerbe
  • Antholz – Biathlon; Predazzo und Tesero – Langlauf
  • Verona – Schlussfeier in der Arena von Verona

Die Auflistung der Austragungsorte geht auf eine Übersicht von FOCUS online – deutsches Nachrichtenmagazin zurück. Die Eröffnungsfeier fand im San-Siro-Stadion in Mailand statt, die Schlussfeier in der Arena von Verona (DOSB – Deutscher Olympischer Sportbund).

Was das bedeutet

Für Schweden war 2026 eine Reise nach Norditalien – und trotzdem erfolgreich. 18 Medaillen und der 7. Platz im Medaillenspiegel zeigen, dass die Wintersport-Basis des Landes auch ohne eigene Spiele konkurrenzfähig bleibt.

Schweden belegte im Medaillenspiegel von Milano Cortina 2026 den 7. Platz (Wikipedia – freie Enzyklopädie). Die erste Eishockey-Partie des Turniers bestritten die deutschen Frauen am 5. Februar 2026 ausgerechnet gegen Schweden (SPORT1 – deutsches Sportportal).

Schweden erzielte 18 Medaillen auf fremdem Eis – ein Beleg für die Stärke der schwedischen Wintersportbasis trotz fehlender Heimspiele.

Wann waren die Olympischen Spiele in Schweden?

Schweden hat bisher keine Olympischen Winterspiele ausgerichtet. Die einzigen Spiele im Land waren die Olympischen Sommerspiele von Stockholm 1912 (Olympics.com – offizielle Olympia-Seite). Das ist mehr als ein Jahrhundert her – und bis heute gab es keine Winterspiele in Schweden.

Stockholm 1912 (Sommerspiele)

  • Stockholm war 1912 Gastgeber der Sommerspiele – mit Leichtathletik, Schwimmen und Turnen
  • Es blieb bei dieser einen Ausrichtung; Winterspiele fanden in Schweden nie statt

Keine Winterspiele in Schweden bisher

  • Stockholm bewarb sich für die Winterspiele 2026, unterlag aber im Vergabeverfahren gegen Mailand-Cortina
  • Die Ablehnung wird in der öffentlichen Debatte vor allem mit Kosten- und Risikobedenken begründet

Die erfolglose Bewerbung Stockholms für 2026 ist ein dokumentierter Teil der olympischen Vergabegeschichte (Wikipedia – freie Enzyklopädie). Während Mailand-Cortina den Zuschlag erhielt, blieb Schweden außen vor – ein Ergebnis, das viele im Land bis heute als verpasste Chance werten.

Schweden gehört zu den erfolgreichsten Wintersportnationen, hat aber die politische und infrastrukturelle Hürde für eine eigene Ausrichtung nie genommen. Ob das in den 2030er-Jahren gelingt, ist offen.

Wo finden die nächsten Olympischen Winterspiele statt?

Wer die Zukunft der Spiele verfolgt, muss zwischen Sommer- und Winteraustragungen unterscheiden – und zwischen bereits vergebenen und noch offenen Terminen. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Stationen bis 2038:

Jahr Ort Art
2026 Mailand-Cortina, Italien Winter
2028 Los Angeles, USA Sommer
2030 Französische Alpen Winter
2032 Brisbane, Australien Sommer
2034 Salt Lake City, USA Winter
2036 offen –
2038 offen –

Die Angaben zu den kommenden Austragungsorten entsprechen dem aktuellen IOC-Vergabestand und den Planungen für die Winterspiele 2030 und 2034 (Olympics.com – offizielle Olympia-Seite). Los Angeles 2028 und Brisbane 2032 sind Sommerspiele – sie zählen nicht zur Wintersport-Reihe, auf die Schweden wartet.

Für Wintersport-Fans ist der Blick nach vorne klar: 2030 in den Französischen Alpen und 2034 in Salt Lake City sind die nächsten Winter-Austragungen. Schweden ist bei keiner davon als Gastgeber gesetzt.

Welche Länder wollen Olympia 2036?

Für 2036 ist das Vergabeverfahren noch nicht abgeschlossen. Als interessierte Länder werden unter anderem Deutschland, Indien, Indonesien und die Türkei genannt – ohne dass bislang verbindliche Zusagen vorliegen. Schweden gehört offiziell nicht zu den bestätigten Bewerbern; das Land hat für 2036 bislang keine Kandidatur angemeldet.

Die Unsicherheit ist hier bewusst benannt: Wer genau 2036 ausrichtet, entscheidet das IOC in einem Verfahren, das sich über mehrere Jahre erstreckt (Olympics.com – offizielle Olympia-Seite). Die genannten Interessenten stammen aus einer laufenden öffentlichen Diskussion, nicht aus einem abgeschlossenen Bewerberfeld.

Ohne verbindliche Kandidatur kann sich jedes Land zurückziehen – und genau das ist in der jüngeren Olympiageschichte mehrfach passiert.

Wann findet Olympia in der Schweiz statt?

Die Schweiz hat bislang keine konkrete Zusage für eine künftige Olympia-Ausrichtung. Die letzten Olympischen Spiele im Land waren die Winterspiele von St. Moritz 1948 (Wikipedia – freie Enzyklopädie). Eine mögliche Bewerbung für 2038 wird diskutiert, ist aber nicht offiziell bestätigt.

Für die Wintersportwelt wäre eine Schweizer Ausrichtung ein Heimspiel für viele Top-Nationen – doch die politischen Hürden in der Schweiz sind hoch, ähnlich wie in Schweden. Beide Länder teilen das Muster: sportlich stark, organisatorisch zögerlich. Die offene Frage bleibt, ob die Schweiz für 2038 oder später eine Kandidatur wagt.

Zeitleiste: Schweden und die Olympischen Spiele

Zeitraum Ereignis
1912 Olympische Sommerspiele in Stockholm – einzige Spiele in Schweden
2018–2019 Stockholm bewirbt sich für die Winterspiele 2026
2019 IOC vergibt 2026 an Mailand-Cortina; Stockholm abgelehnt
Februar 2026 Winterspiele in Mailand-Cortina; Schweden gewinnt Gold im Curling der Frauen
2030 Geplante Winterspiele in den Französischen Alpen
2034 Geplante Winterspiele in Salt Lake City

Die Zeitleiste zeigt ein wiederkehrendes Muster: Schweden tritt sportlich an, bleibt aber bei der Ausrichtung außen vor. Die einzige olympische Veranstaltung im eigenen Land liegt über 110 Jahre zurück. Das ist die Herausforderung für die Zukunft.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Austragungsort 2026: Mailand-Cortina, Italien (Olympics.com)
  • Schweden gewinnt 18 Medaillen – 8 Gold, 6 Silber, 4 Bronze (Wikipedia)
  • 245 Medaillenentscheidungen in 16 Sportarten (DOSB)

Was unklar ist

  • Austragungsort 2036 und 2038 – noch offen
  • Schweizer Bewerbung für 2038 – unbestätigt
  • Schwedens mögliche Bewerbung für 2030 oder 2034 – nicht offiziell

Stimmen zur Stockholmer Bewerbung

Eine olympische Bewerbung sei mit hohen finanziellen Risiken und langfristigen Verpflichtungen verbunden – mehr, als die Stadt zu tragen bereit war.

Vertreter des Stockholmer Stadtrats, nach einem Deutschlandfunk-Bericht zur Ablehnung der Bewerbung

Wir wollten zeigen, dass Schweden die Winterspiele ausrichten könnte – doch ohne politische Unterstützung blieb die Bewerbung unvollendet.

Vertreter des Schwedischen Olympischen Komitees im Kontext der Charmeoffensive für die Kandidatur

Beide Positionen markieren den Kern des Konflikts: Die sportliche Fähigkeit stand nicht infrage, aber die politische und finanzielle Tragfähigkeit wurde zum entscheidenden Hindernis. Für Stockholm blieb 2026 eine verpasste Chance – und für Schweden die Erkenntnis, dass Austragungen mehr brauchen als Medaillen.

Fazit: ein starker Auftritt ohne Heimspiel

Die Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina haben für Schweden zwei Seiten gezeigt: eine sportlich glänzende – 18 Medaillen, darunter 8 Gold – und eine organisatorisch leere, weil das Land selbst nicht austrug. Die Zukunft hängt von der Bereitschaft ab, Kosten und Nutzen einer eigenen Kandidatur öffentlich auszuhalten. Für Schweden ist die Entscheidung klar: Wer die erste Winter-Olympiade im eigenen Land will, muss die politische Debatte ehrlich führen – oder weiterhin nur als Gast anreisen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Goldmedaillen hat Schweden bei den Winterspielen 2026 gewonnen?

Schweden gewann 8 Goldmedaillen bei Milano Cortina 2026, insgesamt 18 Medaillen (8 Gold, 6 Silber, 4 Bronze).

Warum hat Stockholm die Bewerbung für 2026 verloren?

Stockholm unterlag im IOC-Vergabeverfahren gegen Mailand-Cortina. Öffentlich wurden vor allem Kosten- und Risikobedenken als Gründe genannt.

Welche Sportarten waren für Schweden bei den Winterspielen 2026 erfolgreich?

Die Ergebnisse zeigen Erfolge vor allem im Curling (Gold bei den Frauen) sowie in weiteren Wintersportarten – insgesamt 18 Medaillen über das Turnier verteilt.

Wo finden die Olympischen Winterspiele 2030 statt?

Die nächsten Winterspiele 2030 sind in den Französischen Alpen geplant.

Bewirbt sich Schweden für zukünftige Winterspiele?

Eine offizielle Kandidatur Schwedens für 2030 oder 2034 ist bislang nicht bestätigt. Für 2036 liegt keine Anmeldung vor.

Was sind die nächsten Olympischen Sommerspiele?

2028 finden die Sommerspiele in Los Angeles statt, 2032 in Brisbane, Australien.

Welche Länder haben Interesse an Olympia 2036 bekundet?

Genannt werden unter anderem Deutschland, Indien, Indonesien und die Türkei – verbindliche Zusagen liegen noch nicht vor.