Wer in St. Gallen unterwegs ist, kennt das Gefühl: Hinter den hübschen Gassen stecken oft die besten Restaurants – und die stehen selten in den ersten Google-Ergebnissen. Die Klosterstadt hat eine lebendige, oft übersehene Gastroszene, in der Einheimische abseits der Standardlisten essen.

Empfohlene Restaurants auf TripAdvisor: 10 ·
Terrassen-Lokale in St. Gallen von st.gallen-bodensee.ch: 10 ·
Von der NZZ Bellevue empfohlene Restaurants: 10

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick – sie zeigen, wie breit die Auswahl in St. Gallen tatsächlich ist.

Kennzahl Wert Quelle
Vom Guide Michelin gelistete Restaurants in St. Gallen und Umgebung mindestens 48 Guide Michelin
Vom Guide Michelin gelistete Restaurants im Kanton St. Gallen mindestens 26 Guide Michelin
Terrassen-Lokale in St. Gallen 10 St.Gallen-Bodensee Tourismus
Von der NZZ Bellevue empfohlene Restaurants 10 NZZ Bellevue

Kurzüberblick

1Altstadt
2Günstig
3Mit Aussicht
4Neu eröffnet
  • Aktuelle Neueröffnungen, noch wenig bekannt (St.Gallen-Bodensee Tourismus (offizielle Tourismusseite))
  • Quelle: st.gallen-bodensee.ch (St.Gallen-Bodensee Tourismus (offizielle Tourismusseite))

Wo isst man in St. Gallen gut?

Die Auswahl ist gross: Der Guide Michelin (internationale Restaurantklassifikation) führt für St. Gallen und Umgebung mindestens 48 Restaurants – mehr, als die meisten Besucher erwarten. Wer in der Altstadt unterwegs ist, findet eine hohe Dichte an gemütlichen Lokalen, die oft in historischen Gebäuden untergebracht sind.

Top-Restaurants in der Altstadt

Das Einstein Gourmet gilt als das Flaggschiff der Stadt. Laut American Express Schweiz (Finanz- und Reiseservice) trägt es zwei Michelin-Sterne und 18 GaultMillau-Punkte. Weniger bekannt, aber nicht weniger spannend: das Multertor am Multertorplatz. Falstaff (europäisches Wein- und Gourmetmagazin) beschreibt es als Casual Fine Dining unter der Leitung von Tobias Funke – kreativ und von Kindheitserinnerungen inspiriert.

Ein weiterer Tipp ist die Osteria San Gallo an der Schwertgasse 1. Der Guide Michelin (Restaurantseite Osteria San Gallo) kategorisiert sie als lebhafte, kleine Osteria mit italienischer Küche und einem Terrassenbereich vor dem Eingang – direkt am Rand der Fussgängerzone.

  • Einstein Gourmet – zwei Michelin-Sterne, gehobene Küche
  • Multertor – Casual Fine Dining, Tobias Funke
  • Osteria San Gallo – italienisch, Terrasse, lebhaft
  • Corso – modern, regionale Zutaten, Nachhaltigkeit (laut Falstaff)
Der Clou

Das Multertor zeigt beispielhaft, dass Spitzengastronomie in St. Gallen nicht immer teuer und formell sein muss – Casual Fine Dining mit kreativem Anspruch ist die Brücke zwischen Michelin-Niveau und alltäglichem Genuss.

Günstige Optionen für jeden Tag

Nicht jeder Abend muss ein Sternemenü sein. In der Altstadt finden sich mehrere Restaurants, die für unter 30 CHF ein gutes Mittagsmenü servieren. Der Guide Michelin (komplette St. Galler Liste) führt Zum Goldenen Schäfli mit klassischer Küche und einem Eurozeichen – also preiswert. Auch Candela mit internationaler Küche liegt in der unteren Preiskategorie (zwei Eurozeichen).

Was bedeutet das konkret? Ein Eurozeichen steht laut Michelin für ein Menü unter etwa 35 CHF. Wer mittagst, kommt oft mit weniger davon. Die Brasserie LOK in der Lokremise bietet ebenfalls moderate Preise – und eine grosse Terrasse.

Zwischenfazit: Wer in der Altstadt isst, bekommt eine grosse Bandbreite – vom Zwei-Sterne-Menü bis zum Mittagstisch unter 35 CHF. Entscheidend sind das Ambiente und die Frage, ob ein Lokal bei Einheimischen verankert ist.

Fazit dieses Abschnitts: Die Altstadt von St. Gallen hat für jedes Budget etwas zu bieten. Der Unterschied liegt oft im Detail – Ambiente, Lokalkenntnis und Öffnungszeiten entscheiden, ob ein Abend zum Erlebnis wird.

Welche Geheimtipps gibt es in St. Gallen?

Die echten Geheimtipps tauchen selten in Top-10-Listen auf. Sie leben von ihrer lokalen Verankerung und der Treue ihrer Gäste. Laut St.Gallen-Bodensee Tourismus (offizielle Tourismusseite der Region) zählen Café Gschwend, Drahtseilbähnli und Gustav Gleis zu den versteckteren Adressen.

Geheimtipps abseits der Touristenströme

Das Café Gschwend liegt in der Altstadt, aber nicht an der Hauptschlagader – es ist ein typisches Stammgast-Lokal, in dem die Kaffeetassen schon früh am Morgen dampfen. Das Drahtseilbähnli wiederum verbindet den Bahnhof mit dem Quartier St. Georgen und ist selbst kein Restaurant, aber die nahegelegenen Lokale auf der Strecke profitieren von der ruhigen, lokalen Atmosphäre. Gustav Gleis, ebenfalls in den Empfehlungen von St.Gallen-Bodensee Tourismus, ist eine Bar mit Restaurantcharakter – perfekt für einen entspannten Abend ohne Touristenrummel.

Der Haken

Diese Adressen sind schwer zu finden, weil sie selten in grossen Portalen beworben werden. Wer sie sucht, muss bewusst abseits der Hauptgassen schauen oder Einheimische fragen – der Lohn ist ein authentisches St. Galler Erlebnis.

Lokale Empfehlungen von Einheimischen

Ein wiederkehrender Name in lokalen Foren ist die Brasserie LOK in der Lokremise. Sie wird oft als Insider-Tipp geführt, weil sie kulturelles Programm und Gastronomie verbindet – ein Konzept, das in St. Gallen selten ist. Auch das Jägerhof, vom Guide Michelin als modernes Restaurant geführt, wird von Einheimischen gerne weiterempfohlen. Die NZZ Bellevue zählt es zu den zehn empfehlenswerten Adressen der Stadt.

Das Corso setzt laut Falstaff auf regionale Zutaten von Biobauernhöfen und einen Nachhaltigkeitsansatz – auch das ist typisch für die lokale Gastroszene, die zunehmend auf Herkunft und Qualität setzt.

Kurz gesagt: Geheimtipps wie Café Gschwend, Drahtseilbähnli, Gustav Gleis, Brasserie LOK und Jägerhof sind lokale Anker – wer früh reserviert, erlebt die Stadt abseits des Touristenstroms.

Der Kern: Geheimtipps in St. Gallen sind keine Zufallsfunde – sie folgen einem Muster: abseits der Hauptgassen, oft in kulturellen Orten oder in Nebenstrassen, und mit einer klaren Philosophie bei Speisen und Getränken.

Gibt es eine Rooftopbar in St. Gallen?

Diese Frage führt schnell zu einer Einschränkung: Eine dedizierte Rooftopbar im klassischen Sinne – also eine Bar ganz oben auf einem Gebäude mit Rundumblick – ist in St. Gallen nicht öffentlich bestätigt. Was die Stadt stattdessen bietet, sind Terrassenlokale mit hervorragender Aussicht.

Bars und Terrassen mit Aussicht

St.Gallen-Bodensee Tourismus (offizielles Tourismusportal) listet zehn Terrassen-Lokale in der ganzen Stadt. Die Brasserie LOK hat eine grosse Terrasse mit Blick auf das Bahnhofsviertel. Das Einstein Gourmet bietet einen Innenhof und Terrasse, die im Sommer geöffnet ist – nicht ganz oben, aber mit viel Atmosphäre. Die Osteria San Gallo hat ebenfalls eine Terrasse direkt vor dem Eingang, mitten im lebhaften Altstadtgeschehen.

Alternative: Restaurants mit Dachterrasse

Einige Hotels in St. Gallen haben Dachterrassen, die teils auch für Nicht-Gäste zugänglich sind – allerdings variieren die Öffnungszeiten und Zugangsregeln stark. Das Hotel Einstein betreibt eine Dachterrasse, die je nach Saison und Wetter geöffnet ist. Eine konkrete Bestätigung, dass diese regelmässig zugänglich ist, liegt nicht vor.

Was das bedeutet: Wer den Panoramablick sucht, sollte die Terrassen der Gastronomie nutzen. Eine reine Rooftopbar im Sinne einer Bar auf dem Dach ist aktuell nicht verifiziert – die Klosterstadt setzt eher auf gemütliche Terrassen in historischer Umgebung.

Wie viel kostet der Brunch in der Lokremise St. Gallen?

Die Brasserie LOK in der Lokremise ist bekannt für ihren Brunch am Wochenende. Die genauen Preise sind auf der Website der Brasserie LOK (offizielle Seiten des Restaurants) nicht öffentlich beziffert – oder sie variieren saisonal. Ähnlich verhält es sich beim Toi et moi, einem weiteren Brunchanbieter in der Altstadt.

Brunchpreise in der Brasserie LOK

Ein Anruf oder eine Reservierungsanfrage über die Website bringt Klarheit: Die Brasserie LOK bietet am Sonntag einen Brunch an, der auf Anfrage preislich genannt wird. Üblich für einen Brunch in dieser Kategorie in St. Gallen sind 30–50 CHF pro Person, abhängig von Umfang und Getränken. Eine offizielle Preisliste liegt aber nicht in öffentlich zugänglicher Form vor.

Vergleich mit anderen Anbietern

Andere Restaurants in St. Gallen geben ihre Brunchpreise teils transparenter an. Das Hotel Einstein veröffentlicht Preise auf Nachfrage. Toi et moi, ebenfalls ein bekannter Brunchanbieter, hat nach aktuellem Recherchestand keine öffentlichen Preise. Wer verlässlich planen will, sollte direkt reservieren und nach den aktuellen Brunchkonditionen fragen.

Die Einschränkung: Bei beiden Anbietern – Lokremise und Toi et moi – sind die Brunchpreise nicht frei zugänglich dokumentiert. Das ist typisch für kleinere, unabhängige Lokale in St. Gallen, die oft auf persönliche Reservierung setzen statt auf Online-Kommunikation.

Was ist die Lokremise heute?

Die Lokremise ist das vielleicht spannendste Kultur- und Gastrozentrum der Stadt. Was einst ein Eisenbahndepot war, beherbergt heute ein vielseitiges Angebot: Gastronomie, Kulturveranstaltungen und öffentliche Räume.

Kulturzentrum und Gastronomie

Im Gebäude befindet sich die Brasserie LOK, ein Restaurant mit moderner Küche und grosser Terrasse. Daneben gibt es Räume für Konzerte, Ausstellungen und Märkte. Die Brasserie LOK (offizielle Website mit Programminformationen) beschreibt das Konzept als Verbindung von Kultur und Kulinarik – ein Ansatz, der in der Ostschweiz selten ist. Die Lokremise ist heute nicht mehr nur Durchgangsort, sondern Ziel für Einheimische und Besucher.

Historische Bedeutung

Das Gebäude stammt aus der Zeit der Eisenbahngeschichte St. Gallens. Die Umnutzung zum Kulturzentrum hat die ursprüngliche Bausubstanz weitgehend erhalten – die weiten Hallen und die industrielle Architektur schaffen eine unverwechselbare Atmosphäre. Regelmässige Veranstaltungen, von Konzerten bis zu Märit (Wochenmärkten), machen die Lokremise zu einem lebendigen Treffpunkt.

„Die Brasserie LOK verbindet regionale Küche mit kulturellem Programm – genau diese Kombination macht sie zu einem der spannendsten Orte in St. Gallen, den viele Touristen noch nicht entdeckt haben.“

– Website der Brasserie LOK

„Die Osteria San Gallo ist eine lebhafte, kleine Osteria, die ihr Publikum mit authentischer italienischer Küche und einer sonnigen Terrasse begeistert – direkt am Rand der Altstadt-Fussgängerzone.“

– Guide Michelin über das Restaurant

Warum das wichtig ist: Die Lokremise ist ein Paradebeispiel für gelungene Umnutzung von Industriebauten in der Schweiz. Sie bietet eine Mischung, die in St. Gallen einmalig ist – und genau diese Kombination macht sie zu einem Geheimtipp, der über die Gastro-Szene hinausweist.

Fazit: Die St. Galler Gastroszene hat für Einheimische und Besucher unterschiedliche Gesichter. Wer Geheimtipps sucht, findet sie in den Nebenstrassen, in kulturellen Orten und bei Lokalen mit regionaler Philosophie. Für Reisende mit kleinem Budget bietet die Altstadt günstige Optionen unter 35 CHF. Für Geniesser sind das Einstein Gourmet und das Multertor einen Besuch wert – wer das Authentische sucht, bekommt einen Abend, der nicht standardisiert ist und deshalb in Erinnerung bleibt.

Bestätigte Fakten

  • Die Lokremise wird als Kulturzentrum mit Gastronomie betrieben (Brasserie LOK)
  • 10 Terrassen-Lokale sind offiziell gelistet (St.Gallen-Bodensee Tourismus)
  • Einstein Gourmet und Jägerhof gehören zu den NZZ-Bellevue-Empfehlungen (NZZ Bellevue (Redaktionsempfehlung))
  • Guide Michelin listet mindestens 48 Restaurants in St. Gallen und Umgebung (Guide Michelin)

Was unklar ist

  • Existenz einer dedizierten Rooftopbar in St. Gallen ist nicht bestätigt
  • Brunchpreise bei der Lokremise und Toi et moi sind öffentlich nicht beziffert
  • Dachterrassen von Hotels sind teils nicht regulär für Nicht-Gäste zugänglich
  • Öffnungszeiten der Terrassen variieren – aktuelle Daten sind saisonabhängig

Häufig gestellte Fragen

Gibt es vegane Restaurants in St. Gallen?

Viele Restaurants in St. Gallen bieten vegane Optionen an, darunter das Corso und die Brasserie LOK. Eine vollständig vegane Liste ist nicht öffentlich dokumentiert – am besten direkt beim Restaurant anfragen.

Welche Restaurants haben am Sonntag geöffnet?

Die Osteria San Gallo ist sonntags geschlossen (laut Michelin). Die Brasserie LOK hat sonntags für den Brunch geöffnet. Viele Altstadt-Restaurants variieren – eine Reservierung ist empfohlen.

Wo gibt es das beste Fondue in St. Gallen?

Spezialisiert auf Fondue sind Restaurants wie das Jägerhof und die Brasserie LOK, die saisonale Fondues anbieten. Ein reines Fondue-Restaurant ist nicht bekannt – die Gerichte werden oft als Saisonangebot geführt.

Wie reserviere ich einen Tisch in einem Geheimtipp?

Geheimtipps wie das Café Gschwend oder Drahtseilbähnli haben oft keine Online-Reservierung. Ein Anruf oder persönlicher Besuch ist üblich – gerade bei kleineren Lokalen ist frühzeitige Reservierung am Wochenende empfohlen.

Sind die Geheimtipps auch für Familien geeignet?

Ja, viele der genannten Restaurants wie das Corso oder die Brasserie LOK sind familienfreundlich. Das Einstein Gourmet hingegen ist eher auf Erwachsene ausgerichtet.

Welche Restaurants bieten eine Weinempfehlung?

Das Multertor und das Corso legen grossen Wert auf Weinbegleitung. Die Brasserie LOK bietet eine regionale Weinauswahl. Eine explizite Weinbegleitung zum Menü ist bei den meisten gehobenen Adressen Standard.

Welche Restaurants in St. Gallen haben eine Michelin-Auszeichnung?

Das Einstein Gourmet trägt zwei Michelin-Sterne. Das Multertor und das Jägerhof sind im Guide Michelin gelistet, haben aber keine Sterne. Insgesamt führt der Guide Michelin über 48 Restaurants in der Region, von denen einige ausgezeichnet sind.

Die St. Galler Gastroszene ist reicher, als die üblichen Listen ahnen lassen. Wer die Geheimtipps sucht, findet sie in den Nebenstrassen, bei kulturellen Orten wie der Lokremise und in Restaurants, die auf regionale Produkte setzen. Für Besucher, die das Authentische suchen, ist der Lohn klar: ein Abend in der Altstadt, der nicht standardisiert ist – und genau deshalb in Erinnerung bleibt.