
Was wir wissen können: McEwans Dystopie verstehen
Was bleibt von unserem Wissen und unserer Kultur, wenn die Erinnerung daran verschwindet? Ian McEwans neuer Roman „Was wir wissen können“ spielt im Jahr 2119 in einer von Klimakatastrophen überschwemmten Welt und stellt genau diese Frage.
Autor: Ian McEwan ·
Originaltitel: What We Can Know ·
Erscheinungsjahr: 2025 ·
Verlag: Diogenes ·
Genre: Dystopischer Roman
Kurzüberblick
- Roman von Ian McEwan, veröffentlicht 2025 bei Diogenes (The Guardian (britische Tageszeitung))
- Originaltitel: What We Can Know (The New York Times (US-amerikanische Zeitung))
- Dystopische Handlung im Jahr 2119 (The Guardian)
- Genaue Seitenzahl des Buches
- Detaillierte Charakterbeschreibungen aller Figuren
- Vollständige Liste aller Rezensionen
- Handlung spielt im Jahr 2119 (The Guardian)
- Zweiteilige Erzählstruktur, lose durch einen Hinweis am Ende verbunden (The Guardian)
- Fiktives Gedicht „A Corona for Vivien“ aus dem Jahr 2014 (Washington Independent Review of Books (US-amerikanische Literaturzeitschrift))
- Der Roman ist ab sofort im Buchhandel erhältlich (Diogenes Verlag (Schweizer Verlag))
- Eine englische Originalausgabe ist unter dem Titel „What We Can Know“ erschienen (The New York Times)
- Leser können sich auf eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Wissen, Erinnerung und Klimawandel freuen (Diogenes Verlag (Schweizer Verlag))
Fünf zentrale Fakten auf einen Blick – die wichtigsten Daten zum Roman.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Autor | Ian McEwan |
| Originaltitel | What We Can Know |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Diogenes |
| Genre | Dystopischer Roman |
Die Faktenlage zeigt: McEwan hat einen dystopischen Roman vorgelegt, der sich klar von seinen früheren Werken unterscheidet.
Was wir wissen können – Zusammenfassung
Handlung
- Der Roman spielt im Jahr 2119 in einer überschwemmten Welt. Großbritannien ist nur noch ein 38 Meilen breiter Inselrest (The Guardian (britische Tageszeitung)).
- Im Zentrum steht Tom Metcalfe, ein Literaturwissenschaftler, der in dieser veränderten Zukunft lebt (Los Angeles Times (US-amerikanische Zeitung)).
- Tom versucht, ein verschollenes Gedicht mit dem Titel „A Corona for Vivien“ zu rekonstruieren (The New York Times (US-amerikanische Zeitung)).
- Das Gedicht wurde 2014 von dem fiktionalen Dichter Francis Blundy für dessen Frau Vivien verfasst (Washington Independent Review of Books (US-amerikanische Literaturzeitschrift)).
Hintergrund
- Die Geschichte ist in zwei Teile gegliedert, die nur lose durch einen kurzen Hinweis am Ende verbunden sind (The Guardian).
- Die Zukunftswelt wird als von überfluteten Landstrichen, reduziertem Zugang zu Information und kollabierten politischen Strukturen geprägt beschrieben (Lit&leisure (Literaturblog)).
- Tom Metcalfe wertet laut einer deutschen Rezension 200.000 SMS aus, um das verschwundene Manuskript zu rekonstruieren (literaturkritik.de (deutsche Literaturkritik)).
Themen
- Der Roman verknüpft Literaturgeschichte mit dem Thema der Unsicherheit von Erinnerung und Belegen (The Guardian).
- Mehrere Kritiken betonen, dass der Roman die Grenzen des Wissens und der Rekonstruktion historischer Wahrheit untersucht (Open Letters Review (US-amerikanische Literaturzeitschrift)).
- Eine Besprechung nennt den Roman eine Kritik an der literarischen Obsession mit persönlicher Erfahrung als Garant für Wahrheit (Open Letters Review).
Tom Metcalfe steht vor der unmöglichen Aufgabe, ein Gedicht aus Fragmenten zu rekonstruieren – und dabei die Grenzen seiner eigenen Erinnerung und der verfügbaren Quellen zu überwinden. Der Roman macht deutlich: Wissen ist nie vollständig, aber der Versuch, es zu bewahren, ist alles, was wir haben.
Das Muster: McEwan zeigt, wie fragil unser kulturelles Erbe ist – und wie sehr wir auf die oft unzuverlässigen Spuren angewiesen sind, die wir hinterlassen.
Was wir wissen können – Ian McEwan Kritik
Rezeption
- Die NDR-Rezension bezeichnet den Roman als „düsteren Zukunfts-Rückblick“ (NDR (deutsche Rundfunkanstalt)).
- Der Roman wird als „auf der Höhe unserer Zeit“ beschrieben (NDR).
- Kritiker loben die Verbindung von Klimawandel und literarischer Reflexion (The Guardian).
Stimmen der Kritik
„Es ist sehr viel ein Roman darüber, was verborgen ist und was verloren geht.“
– Reddit-Nutzer in einer Diskussion (Reddit (Social-Media-Plattform))
„Eine Geschichte darüber, was von uns bleibt und was wir hinterlassen.“
– Amazon-Produktbeschreibung (Amazon (Online-Händler))
Besonderheiten
- Der Roman thematisiert den Konflikt zwischen akademischer Forschung und persönlicher Verstrickung (Washington Independent Review of Books).
- Einige Rezensenten sehen in der Figur Vivien eine wichtige Gegenstimme zu Francis Blundy und zur männlich dominierten Wissensordnung (Open Letters Review).
Was dies bedeutet: McEwan hat es geschafft, einen Roman zu schreiben, der sowohl als spannende Geschichte als auch als intellektuelle Herausforderung funktioniert – ein seltenes Kunststück.
Was wir wissen können – Bedeutung
Titeldeutung
- Der Titel spielt auf die Grenzen menschlichen Wissens in einer postapokalyptischen Welt an (The Guardian (britische Tageszeitung)).
- Das Buch thematisiert, was von der Menschheit bleibt und was verloren geht (Open Letters Review (US-amerikanische Literaturzeitschrift)).
- Es stellt die Frage, ob unser Wissen jemals vollständig sein kann (The New York Times (US-amerikanische Zeitung)).
Philosophischer Hintergrund
- Der Roman knüpft an erkenntnistheoretische Debatten an: Wie sicher können wir uns sein, was wir zu wissen glauben? (The Guardian)
- Tom Metcalfes Arbeit als Literaturwissenschaftler wird zur Metapher für die Suche nach Wahrheit in einer fragmentierten Welt (Los Angeles Times (US-amerikanische Zeitung)).
Gesellschaftliche Relevanz
- Der Roman kommentiert den Klimawandel und seine Folgen für die Zivilisation (The Guardian).
- Er zeigt, wie leicht Wissen und Kultur verloren gehen können, wenn die Infrastruktur zusammenbricht (Lit&leisure (Literaturblog)).
McEwan macht deutlich: Die Frage „Was können wir wissen?“ ist nicht nur philosophisch, sondern existenziell. In einer Zeit, in der Klimakrise und politische Instabilität die Grundlagen unserer Gesellschaft bedrohen, wird der Roman zum Spiegel unserer eigenen Gegenwart.
Der Trade-off: Der Roman verzichtet auf einfache Antworten – und genau das macht ihn so wertvoll für Leser, die bereit sind, sich auf Unsicherheit einzulassen.
Wer ist Ian McEwan?
Leben
- Ian McEwan ist ein britischer Schriftsteller, geboren 1948 (Wikipedia (freie Enzyklopädie)).
- Er zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Großbritanniens (The Guardian (britische Tageszeitung)).
Werk
- „Was wir wissen können“ ist sein 18. Roman (The New York Times (US-amerikanische Zeitung)).
- Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Abbitte“, „Saturday“ und „Amsterdam“ (Wikipedia).
Auszeichnungen
- Er erhielt den Booker Prize für „Amsterdam“ (1998) (Wikipedia).
- Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet und international rezipiert (The Guardian).
Das Muster: McEwan ist ein Autor, der immer wieder gesellschaftliche Brennpunkte aufgreift und sie mit psychologischer Tiefe und literarischer Präzision verarbeitet – „Was wir wissen können“ ist da keine Ausnahme.
Ist Ian McEwan ein guter Autor?
Literarische Qualität
- McEwan zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Großbritanniens (The Guardian (britische Tageszeitung)).
- Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet und international rezipiert (Wikipedia (freie Enzyklopädie)).
- Die Leserschaft schätzt seinen präzisen Stil und seine psychologische Tiefe (Los Angeles Times (US-amerikanische Zeitung)).
Bekannte Werke
- „Abbitte“ (2001) – verfilmt mit Keira Knightley (Wikipedia)
- „Saturday“ (2005) – spielt an einem einzigen Tag im London der Nach-9/11-Zeit (Wikipedia)
- „Amsterdam“ (1998) – Booker-Preisträger (Wikipedia)
Kritikerstimmen
„McEwan ist ein Meister der psychologischen Erzählung, der es versteht, komplexe Themen in fesselnde Geschichten zu verpacken.“
– The Guardian (The Guardian (britische Tageszeitung))
Für Leser, die anspruchsvolle Literatur mit gesellschaftlicher Relevanz schätzen, ist Ian McEwan eine sichere Bank. „Was wir wissen können“ bestätigt seinen Ruf als einer der wichtigsten Schriftsteller unserer Zeit.
Die Konsequenz: Wer McEwan noch nicht kennt, findet in diesem Roman einen idealen Einstieg – und wer seine früheren Werke liebt, wird auch hier nicht enttäuscht.
Bestätigte Fakten
- Roman von Ian McEwan, veröffentlicht 2025 (The Guardian)
- Originaltitel: What We Can Know (The New York Times)
- Verlag: Diogenes (Diogenes Verlag)
- Dystopische Handlung im Jahr 2119 (The Guardian)
Was unklar bleibt
- Genaue Seitenzahl des Buches
- Detaillierte Charakterbeschreibungen aller Figuren
- Vollständige Liste aller Rezensionen
markpelavin.substack.com, theycalledmebookworm.com, literaturzeitschrift.de, newyorker.com, kultura-extra.de
McEwans skeptischer Blick auf das, was wir wissen können, erinnert an Kants Erkenntnistheorie, die ebenfalls die Grenzen menschlicher Erkenntnis auslotet.
Häufig gestellte Fragen
Wann erscheint „Was wir wissen können“?
Der Roman ist im September 2025 im Diogenes Verlag erschienen.
Wo kann ich „Was wir wissen können“ kaufen?
Das Buch ist im Buchhandel und bei Online-Händlern wie Amazon erhältlich.
Ist „Was wir wissen können“ Teil einer Serie?
Nein, es handelt sich um einen eigenständigen Roman.
Wie lang ist das Hörbuch zu „Was wir wissen können“?
Die genaue Länge des Hörbuchs ist noch nicht bekannt. Es wird voraussichtlich von Diogenes Audio produziert.
Was sind die wichtigsten Charaktere in „Was wir wissen können“?
Die Hauptfigur ist Tom Metcalfe, ein Literaturwissenschaftler. Weitere Figuren sind der Dichter Francis Blundy und dessen Frau Vivien.
Gibt es eine englische Originalausgabe?
Ja, der Originaltitel lautet „What We Can Know“ und ist bei Jonathan Cape erschienen.
Für wen ist das Buch geeignet?
Für Leser, die sich für anspruchsvolle Literatur, dystopische Zukunftsvisionen und die Themen Klimawandel, Erinnerung und Wissen interessieren.
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